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 Der Januar auf der Geltinger Birk

Unspektakulär verbrachte ich (Finnja) Silvester alleine in Falshöft und startete ausgeschlafen in das neue Jahr, welches mich direkt mit einem toten Reiher an einem Zaun begrüßte, den ich erstmal entfernen musste. Als erstes kam Lotta wieder in Falshöft an, Hannah zwei Tage später. Somit waren wir wieder komplett und starteten gemeinsam in die erste Arbeitswoche des neuen Jahres. Die  Woche arbeiteten wir zunächst alleine, um zu schauen, ob eine mögliche Infektion mit Corona vorliegt und somit niemanden zu gefährden. Glücklicherweise war das nicht der Fall. Wir haben Schilder erneuert, die Dachrinne in Gammeldamm sauber gemacht und ein Projekt in unserer Wohnung umgesetzt: Lotta wollte gerne ein Bücherregal in ihrem Zimmer und in der Küche brauchten wir neue Regale, um dort Lebensmittel zu lagern. Gemeinsam mit Stefan haben wir alles fachmännisch angebracht. Zusammen haben wir super viele Birken gefällt, BundeWischen beim Einfangen der Rinder geholfen, damit Blutproben genommen werden können. Während Hannah und Lotta weiterhin bei den Birken gearbeitet haben, habe ich zwei Wochen Urlaub gemacht, ein Vorstellungsgespräch gehabt und für unsere Seminargruppe FÖJ-Pullover bestellt. Mehr ist im Januar auch irgendwie nicht passiert.

 

 

Der Dezember auf der Geltinger Birk

Der Dezember war für uns drei recht kurz, da Lotta bereits am 18.Dezember nach Hause (Potsdam) gefahren ist und die anderen beiden (Finnja+Hannah) sind am 24. Dezember mit dem FÖJler aus Oehe-Schleimünde zum Zug nach Flensburg gefahren. Trotzdem gab es eine Menge zu tun. Angefangen haben wir mit dem Freischneiden von einer Fläche am Anfang des Schutzgebietes. Die musste von Brombeersträuchern entfernt werden, damit dort einige Steine gelagert werden können. Neben der Arbeit wurde auch noch Finnjas 19. Geburtstag mit Kuchen und Geschenken gefeiert und wir kauften uns eine Katze namens Luke. Danach stand unser nächstes größeres Projekt an: Das Entfernen eines Knicks zwischen Nieby und Falshöft. Zuerst haben wir alle einfachen Bäume gefällt, die schwierigen haben wir umgedrückt. Danach haben wir die Bäume in 30cm lange Stücke zersägt, damit es als Feuerholz benutzt werden kann. Daran haben wir dann tatsächlich auch zwei Wochen lang dran gearbeitet, weil uns das Wetter manchmal einen Strich durch die Rechnung hat. In der Zeit waren wir in Gammeldamm (unser Wertstoffhof) gearbeitet und dort einige Weihnachtsgeschenke fertig gestellt. Am Freitag, den 18.Dezember stellten wir endlich den Knick fertig und unsere Kollegen Stefan, Thomas und Uwe konnten ihren Urlaub antreten. Hannah und Finnja arbeiteten am 21. und 22. Dezember allein. Wir kontrollierten die Wildpferde, wuschen die Autos und machten die Motorsägen sauber. Am 23. Dezember hieß es dann packen und putzen. Finnja holte Alex aus Schleimünde ab und den nächsten Tag ging es voll bepackt um fünf Uhr Richtung Flensburg. Tatsächlich ist auch im Dezember nicht mehr viel passiert. Ich (Finnja) bin seit dem 29.12 wieder in Falshöft und die anderen kommen am vierten bzw. am fünften Januar wieder.

 


FÖJ-Aktuell

 

Wir, das sind Hannah, Finnja und Charlotte, absolvieren seit August unser Freiwilliges Ökologisches Jahr in der Integrierten Station Geltinger Birk (beim Förderverein der Station bzw. beim NABU) und haben hier schon viel Spannendes erlebt. Dies ist eine kleine Auswahl der Dinge, an denen wir in unserem Naturschutzgebiet gearbeitet haben:

Löffler-Steg: Unsere erste größere Arbeit auf der Geltinger Birk war im August der Bau einer Plattform zur Beobachtung der Löffler. Diese Vögel sind erst seit sehr kurzer Zeit überhaupt an der Ostseeküste zu beobachten und weckten daher großes Interesse als sie auf der Birk auftauchten. Die Plattform befindet sich in einer der Wasserflächen und ist über einen ebenfalls von uns errichteten Steg mit dem Ufer verbunden. Auf dem Steg und der Plattform befanden sich bis vor kurzem ein Tunnel und ein Tarnzelt, von dem aus die Ornithologen einen sehr guten Blick auf einen Lieblingsplatz der Vögel hatten.

 

Wassersäule: Als der Wasserstand auf der Birk außergewöhnlich niedrig war, haben wir die Gunst der Stunde genutzt, um die Schilder an der Wassersäule zu erneuern, bevor das Wasser erneut einströmte.

Als erstes kleines FÖJ-Projekt haben wir drei FÖJler diese Schilder abgenommen, abgeschliffen, neu ausgefräst und wieder angemalt. Die Schilder zeigen die unterschiedlichen historischen Wasserstände auf der Geltinger Birk an, um den Besuchern das Prinzip der Wiedervernässung näherzubringen.

 

Bänke: Dieses Jahr bekam die Geltinger Birk 30 neue Bänke, um den Besuchern einen angenehmen Spaziergang zu ermöglichen.

Gebaut wurden sie vom vorherigen FÖJ-Jahrgang, aber die letzten Bänke wurden von uns, dem aktuellen FÖJ-Jahrgang (Charlotte, Finnja und Hannah), raus ins Naturschutzgebiet gebracht. Wem die Birk am Herzen liegt, hatte nun die einmalige Chance, eine Bank zu spenden. Diese Chance wurde auch rege genutzt, um verstorbenen Familienmitgliedern zu gedenken oder als Geburtstagsgeschenk. Mit kleinen Messingschildern konnten Botschaften und Sprüche an der jeweiligen Bank verewigt werden.

 

Hundekotstationen: Jeden Freitag fahren wir raus, um die Flyerkästen aufzufüllen. Leider stoßen wir dabei immer häufiger auf Hundekotbeutel, die achtlos ins Naturschutzgebiet oder an den Wegrand geworfen werden. Aus diesem Grund gehören Müllbeutel, Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel zum Tagesgeschäft am Freitag. Das ist nicht nur eklig, sondern das muss eigentlich auch gar nicht sein. Im Gebiet stehen 4 Hundekotstationen mit kleinen Schippen, um die Hinterlassenschaften des eigenen Hundes zu entsorgen, ganz ohne unnötige Plastikbeutel.

 

Leider wird dieses Angebot nur rar wahrgenommen, weswegen wir auch in Zukunft mit den Müllbeuteln ranmüssen.

 

Motorsägenschein: Im Winter stehen auf der Geltinger Birk viele Arbeiten rund um das Fällen von Bäumen an.

Im November haben wir uns daher eine Woche lang unter der Leitung des Forstwirtes Volker Lippert intensiv mit der Motorsäge, der richtigen Fälltechnik und dem passenden Werkzeug befasst. Neben uns drei Birk-FÖJlern waren noch zwei FÖJler aus Flensburg dabei (adfc Flensburg und Klimapakt) und ein Gärtner aus Oxbüll. Neben den Theoriestunden fällten wir natürlich auch einige Bäume. Zum einen nahmen wir einen Knick auf der Birk runter, zum anderen beschäftigten wir uns mit Totholz in einem Wald bei Pommerby. Volker hat uns an seinem großen Wissensschatz über den Wald teilhaben lassen und wir haben viele wichtige und interessante Dinge aus diesem Kurs mitgenommen, auch über das Thema Motorsäge hinaus. Nun sind wir fleißig am Bäume fällen und fühlen uns wie echte Profis.